Biotin, ein weitgehend unbekanntes Vitamin

Biotin wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckt und mit vielen unterschiedlichen Namen wie Coenzym R, Vitamin B7 oder Vitamin H für Haut bezeichnet. Auch wenn keine klar definierten Mangelerscheinungen bekannt sind, weiss man heute, dass dieses Vitamin bei der Gesundheit von Nägeln und Haaren eine entscheidende Rolle spielen kann.

Mikronährstoffe und darunter vor allem das B-Vitamin Biotin, können dazu beitragen, dass sich Feuchtigkeit im Nagelbett einlagert und die Nägel damit stabiler und belastungsfähiger werden.
In hohen Konzentrationen unterstützt Biotin die Bildung von Keratin, der Kittsubstanz, die Fingernägel festigt und Haare kräftigt. Es erhöht die Bildung der Kittsubstanz und ist an der Versorgung der Nagelmatrix beteiligt. Zudem spielt es im Stoffwechsel der schwefelhaltigen Eiweissbestandteile des Nagelkeratins eine Rolle. Fehlt dieses Vitamin werden die Fingernägel brüchig und auch die Haare neigen zu Brüchigkeit und Spliss.
In verschiedenen Studien besserten sich brüchige, splitternde und weiche Fingernägel nach einer Behandlung mit Biotin. Doch wurden dabei Mengen eingesetzt, wie sie alleine über Lebensmittel nicht erreicht werden können. Bei einer Nahrungsergänzung mit 10 mg Biotin zeigte sich eine Verbesserung der Nagelbrüchigkeit, weichen Nägel und splitternden Nägel bei 91% der Studienteilnehmer.1
Bei 60 Probanden mit schlechter Nagelqualität wurde in einer placebo-kontrollierten doppelblinden Studie nach Gabe von Biotin eine Verbesserung der Nagelqualität festgestellt, obwohl zuvor kein Biotinmangel bestanden hatte.2

Biotin stimuliert daneben den Haarwuchs, indem es den Zellen Energiestoffe zur Verfügung stellt. Damit verbessert Biotin auch die Haarqualität.

Zur natürlichen Biotin-Versorgung empfiehlt sich der Verzehr von Leber, Niere, Milch, Eier, aber auch Spinat, Tomaten und Erdbeeren.


1 http://mitglied.multimania.de/Koerperpflege_HH/biotin.htm
2 Gehring,W. Der Einfluss von Biotin bei reduzierter Nagelqualität. Eine plazebokontrollierte doppelblinde klinische Studie. Akt. Dermatol. 1996;22:20-24