Sonnenpflege von innen

Sonnenpflege von innen

Lichteinfluss regt die Bildung des Stimmungsaufhellers Serotonin an. Daneben ist das UV-Licht für die Bildung des Vitamin D3 im Körper notwendig. Dafür reicht jedoch schon eine Viertelstunde pro Tag in der Sommersonne aus. Eine andere Wirkung des UV-Lichts benötigt etwas mehr Zeit und wird auch sichtbar: Denn in der Oberhaut wird von den Pigmentzellen brauner Farbstoff gebildet, der die darüber liegende Zellschicht braun färbt. Braune Haut ist also nichts weiter als ein Schutzmechanismus des Körpers gegen UV-Strahlen.

Beruhigend zu wissen, dass dies nicht der einzige Schutz des Körpers gegen Veränderungen, die durch Sonnenstrahlen ausgelöst werden, ist. Denn in der Oberhaut werden durch das Sonnenlicht auch vermehrt freie Radikale gebildet, die Hautzellen schädigen können. Freie Radikale entstehen, wenn Moleküle, die kleinsten Teilchen unseres Körpers, in einen Zustand versetzt werden, in dem sie selbst Energie abgeben können oder andere Moleküle in einen reaktiven Zustand versetzen können. Die Bildung freier Radikale stellt eine ganz normale Situation in unserem Stoffwechsel dar. Entscheidend ist jedoch das Ausmass der Radikalbildung, das durchaus variieren und bei langen Sonnenbädern eine haut- und zellschädigende Wirkung auslösen kann. Doch der Körper kann sich durch Radikalfänger wie Beta-Carotin, Vitamin E und C selbst schützen, wenn sie in ausreichendem Mass zur Verfügung stehen.

Die Wirkung von Beta-Carotin ist dabei nicht nur darauf zurück zu führen, dass sich Beta-Carotin im Unterhautfettgewebe einlagern und dieses dadurch einfärben kann. Dies ist eine ähnliche physikalisch bedingte Fähigkeit zur Lichtabsorption wie bei der Braunfärbung der Haut. Auf diese Weise wird der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung verstärkt und die Sonnenbrandschwelle erhöht. Allerdings kann Beta-Carotin den Sonnenschutz von aussen nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Das haben Forscher an Probanden getestet, die verstärkt Karotten, die natürlicherweise Beta-Carotin enthalten, gegessen haben. Der erreichte Sonnenschutzfaktor der Haut lag bei den Versuchspersonen zwischen zwei und drei.

Die Schutzwirkung von Beta-Carotin beruht daneben im Wesentlichen darauf, dass Beta-Carotin den Prozess der Radikalbildung unterbricht. Neben Beta-Carotin können auch die Vitamine E und C die Radikale entschärfen. Am effektivsten sind die drei Vitamine als Team: Beta-Carotin schützt, unterstützt von Vitamin E, die Hautzellen vor den Auswirkungen von zuviel Sonnenlicht und das wasserlösliche Vitamin C unterstützt seinerseits das fettlösliche Vitamin E.

Ausser auf den richtigen Sonnenschutz kommt es also auch auf eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Vitalstoffen an, wenn man die Sonne folgenfrei geniessen will.

Ein Tipp für mehr Wohlgefühl:

Und wenn Sie doch einmal zuviel Sonne erwischt haben, legen Sie über mehrere Stunden ein Tuch mit messerrückendickem Quarkbelag auf die brennende Stelle.